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Psychotherapie bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie – welche Vorteile kann sie bieten?

  • sandraschnur
  • 13. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn Ängste, Grübeln, Erschöpfung oder eine persönliche Krise den Alltag bestimmen, wächst häufig der Wunsch nach Unterstützung. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, diesen ersten Schritt zu gehen. Manche fragen sich, ob ihre Belastung überhaupt „schlimm genug“ ist. Andere scheuen komplizierte Antragswege oder möchten nicht monatelang auf ein erstes Gespräch warten.


Der Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V. – kurz VFP – versteht Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker für Psychotherapie als ergänzenden Bestandteil der psychotherapeutischen Versorgung. Doch was kann eine Behandlung in einer solchen Praxis für Menschen bedeuten, die Unterstützung suchen?


Ein direkter und persönlicher Zugang

In einer privaten Heilpraktikerpraxis für Psychotherapie können Sie selbst Kontakt aufnehmen. Eine ärztliche Überweisung oder eine vorherige Bewilligung durch die gesetzliche Krankenkasse ist für die Terminvereinbarung nicht erforderlich.

Auch die Dauer und die Abstände zwischen den Sitzungen können individuell besprochen werden. Dabei gilt selbstverständlich: Nicht jedes therapeutische Angebot passt zu jedem Menschen und nicht jede psychische Erkrankung kann in jeder Praxis angemessen behandelt werden. Deshalb steht am Anfang immer ein sorgfältiges Kennenlernen der persönlichen Situation.


Individuelle Begleitung statt starrer Abläufe

Menschen unterscheiden sich – und ebenso unterschiedlich sind die Ursachen und Zusammenhänge psychischer Belastungen. Deshalb arbeite ich nicht nach einem festen Schema, das für alle gleichermaßen gelten soll. In meiner Praxis verbinde ich unter anderem verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze. Je nach Anliegen können auch Hypnose, die Arbeit mit inneren Anteilen oder achtsamkeitsbasierte Methoden in die therapeutische Begleitung einbezogen werden. Entscheidend ist dabei nicht die möglichst lange Liste verschiedener Methoden. Entscheidend ist, dass eine Methode fachlich begründet, für das jeweilige Anliegen geeignet und für Sie nachvollziehbar ist. Therapie ist schließlich kein Überraschungspaket – Sie dürfen verstehen und mitentscheiden, wie wir arbeiten.


Transparenz bei Kosten und Rahmenbedingungen

Die Behandlung in meiner Praxis ist grundsätzlich eine Selbstzahlerleistung. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Behandlung bei Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern für Psychotherapie in der Regel nicht. Bei privaten Krankenversicherungen oder Heilpraktiker-Zusatzversicherungen hängt eine mögliche Erstattung vom jeweiligen Vertrag ab und sollte vor Beginn der Behandlung direkt mit der Versicherung geklärt werden. Vor einer Behandlung informiere ich Sie transparent über das Honorar, die Dauer der Sitzungen und die vereinbarten Rahmenbedingungen. Als Selbstzahler entscheiden Sie selbst, wann Sie Unterstützung beginnen möchten und in welchen Abständen die Termine stattfinden sollen.


Verantwortung bedeutet auch, eigene Grenzen zu kennen

Eine verantwortungsvolle therapeutische Begleitung bedeutet nicht, jedes Anliegen unbedingt selbst behandeln zu wollen. Wenn eine ärztliche oder psychiatrische Abklärung notwendig ist, eine andere Behandlungsform besser geeignet erscheint oder eine akute Krise vorliegt, spreche ich dies offen an und empfehle geeignete weitere Anlaufstellen. Auch der VFP betont in seiner Berufsordnung die Verpflichtung zur sorgfältigen Diagnostik, zur Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und zur Weitervermittlung, wenn die eigenen therapeutischen Möglichkeiten nicht ausreichen. Genau diese Klarheit gehört für mich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.


Warum ich Mitglied im VFP bin

Ich bin Mitglied im Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V.

Diese Mitgliedschaft ist für mich weit mehr als ein Logo auf meiner Internetseite. Ich nutze die Fachinformationen, Fortbildungsangebote und Hinweise zu rechtlichen, berufsethischen und organisatorischen Entwicklungen, um mein Wissen kontinuierlich zu erweitern und meine Arbeit regelmäßig zu reflektieren.


Die Berufsordnung des VFP verpflichtet praktizierende Mitglieder unter anderem zur regelmäßigen Fortbildung und Qualitätssicherung, zu transparenter Aufklärung, zum verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Kompetenzen und zur kollegialen Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen. Ich informiere und bilde mich fort, damit meine therapeutische Arbeit fachlich fundiert, rechtlich verlässlich und vor allem am Wohl meiner Klientinnen und Klienten ausgerichtet bleibt.


Entscheidend ist, ob die Zusammenarbeit zu Ihnen passt

Unabhängig von einer Methode oder Berufsbezeichnung ist eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung eine wichtige Grundlage für die gemeinsame Arbeit. Sie sollten sich ernst genommen fühlen, Fragen stellen dürfen und nachvollziehen können, wie die Behandlung gestaltet wird. In einem ersten Kennenlerngespräch können wir deshalb gemeinsam klären, was Sie belastet, welche Unterstützung Sie sich wünschen und ob eine Zusammenarbeit in meiner Praxis für Sie passend sein könnte.


Weitere Informationen finden Sie auf meiner Seite zur Einzeltherapie in Bad König sowie unter Praxisräume, Fragen und Antworten.


Quellen und weiterführende Informationen

Grundlage dieses Artikels ist die Informationsübersicht „Vorteile der Tätigkeit von Heilpraktikern für Psychotherapie als Teil der psychotherapeutischen Versorgung“ des VFP, Stand September 2025.

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