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Trauer, Verlust, Hoffnungslosigkeit

Manche Erfahrungen teilen das Leben in

ein Davor und ein Danach

Trauer, manchmal verändert ein AUgenblick alles

Manchmal verändert ein einziger Moment alles. Und manchmal geschieht der Verlust langsam, während man noch versucht, das Vertraute festzuhalten. Ein geliebter Mensch stirbt. Eine Beziehung zerbricht. Eine schwere Erkrankung verändert den Alltag. Der Arbeitsplatz geht verloren. Ein Lebensplan erfüllt sich nicht. Oder ein Lebensabschnitt endet, von dem Sie nie gedacht hätten, dass sein Abschied so schmerzhaft sein könnte.

Plötzlich ist etwas nicht mehr da, das bisher selbstverständlich zu Ihrem Leben gehörte: ein Mensch, eine gemeinsame Zukunft, eine Aufgabe, Sicherheit oder das Gefühl zu wissen, wie es weitergeht.  Die Welt dreht sich weiter. Termine finden statt. Andere Menschen gehen ihrem Alltag nach. Und vielleicht fragen Sie sich, wie all das einfach weiterlaufen kann, während sich in Ihrem eigenen Leben nichts mehr so anfühlt wie zuvor. 

Trauer entsteht nicht nur, wenn ein Mensch stirbt

Wir verbinden Trauer meist mit dem Tod eines nahestehenden Menschen. Doch auch andere Verluste können tiefe Trauer auslösen. Das Ende einer Partnerschaft kann nicht nur den Verlust eines Menschen bedeuten, sondern auch den Abschied von gemeinsamen Plänen. Eine Erkrankung kann vertraute Fähigkeiten, Selbstständigkeit oder Zukunftsvorstellungen infrage stellen. Der Verlust des Arbeitsplatzes kann das eigene Selbstbild erschüttern. Auch ein unerfüllter Kinderwunsch, der Auszug der Kinder, der Eintritt in den Ruhestand oder der Abschied von einer wichtigen Lebensphase können Gefühle hervorrufen, die im Umfeld nicht immer als Trauer erkannt werden. Manchmal trauern Menschen sogar um etwas, das nie Wirklichkeit geworden ist – um ein Leben, das sie sich vorgestellt, gewünscht oder fest eingeplant hatten. Nur weil ein Verlust für andere weniger sichtbar ist, tut er nicht weniger weh.

Trauer hält sich an keinen Zeitplan

Trauer verläuft nicht ordentlich in einzelnen Stufen, die man nur pflichtbewusst abarbeiten muss, um anschließend wieder „ganz die Alte“ oder „ganz der Alte“ zu sein. Sie kann sich in Wellen zeigen.

An einem Tag gelingt es Ihnen vielleicht, zu arbeiten, zu lachen oder sich über etwas zu freuen. Am nächsten genügt ein Lied, ein Geruch, ein bestimmtes Datum oder ein beiläufiger Satz – und der Schmerz ist plötzlich wieder da. Neben Traurigkeit können auch Wut, Sehnsucht, Leere, Schuldgefühle, Angst oder innere Unruhe auftreten. Manche Menschen weinen viel. Andere können zunächst überhaupt nicht weinen und funktionieren scheinbar normal weiter. Nach einer langen, belastenden Krankheitszeit kann sich neben der Trauer sogar Erleichterung einstellen – und unmittelbar danach das schlechte Gewissen darüber. All diese Gefühle dürfen nebeneinander bestehen. Sie sagen nichts darüber aus, wie tief Ihre Liebe war oder wie wichtig Ihnen das Verlorene gewesen ist.

Wenn Fragen zurückbleiben, auf die es keine Antwort gibt. Besonders belastend können Gedanken sein, die immer wiederkehren:

  • „Hätte ich etwas verhindern können?“

  • „Warum habe ich das nicht früher bemerkt?“

  • „Warum haben wir nicht noch miteinander gesprochen?“

  • „Darf ich wieder glücklich sein?“

  • „Verrate ich den Menschen, wenn ich mein Leben weiterlebe?“

Der Wunsch, das Geschehene im Nachhinein zu verstehen oder doch noch verändern zu können, ist nachvollziehbar. Doch gerade Schuldgefühle und quälende „Was-wäre-wenn“-Gedanken können dazu führen, dass ein Mensch innerlich immer wieder an denselben Punkt zurückkehrt.

Manche Abschiede lassen Fragen offen. Therapie kann das Geschehene nicht ungeschehen machen und sie kann auch nicht jede Frage beantworten. Sie kann jedoch dabei helfen, Gedanken und Gefühle einzuordnen und einen mitfühlenderen Blick auf sich selbst zu entwickeln.

Wenn das bisherige Leben nicht mehr trägt

Bei einer belastenden Lebenskrise geht nicht immer etwas Sichtbares verloren. Manchmal gerät das gesamte innere Gleichgewicht ins Wanken. Die bisherigen Lösungen funktionieren nicht mehr. Entscheidungen, die früher selbstverständlich wirkten, fühlen sich plötzlich falsch an. Sie wissen vielleicht sehr genau, dass es so nicht weitergehen kann – aber noch nicht, wie ein neuer Weg aussehen könnte.

Eine solche Krise kann Angst machen. Sie kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass alte Rollen, Beziehungen oder Lebensvorstellungen nicht mehr zu dem Menschen passen, der Sie heute sind.

Dabei geht es nicht darum, in jedem Schicksalsschlag zwanghaft etwas Positives zu entdecken. Manche Erfahrungen sind schlicht schmerzhaft und ungerecht. Sie müssen nicht dankbar für eine Krise sein, um irgendwann einen neuen Umgang mit ihr finden zu können.

Trauer ist keine Krankheit – und darf trotzdem Unterstützung brauchen

Trauer ist eine natürliche Reaktion auf einen bedeutsamen Verlust. Es gibt keine feste Frist, nach der sie verschwunden sein muss. Unterstützung kann dennoch sinnvoll sein, wenn Sie sich mit Ihren Gefühlen allein fühlen, sich im Grübeln verlieren oder das Erlebte Ihren Alltag zunehmend bestimmt. Sie müssen weder eine bestimmte Diagnose haben noch erst völlig zusammenbrechen, bevor Sie Hilfe annehmen dürfen. Auch wenn Menschen in Ihrem Umfeld glauben, Sie müssten „langsam darüber hinweg sein“, bedeutet das nicht, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt. Trauer lässt sich leider nicht durch einen gut gemeinten Kalenderspruch beschleunigen.

Dabei kann ich Sie unterstützen

In der Therapie darf das Raum bekommen, wofür im Alltag vielleicht kein Platz ist: Schmerz, Wut, Sehnsucht, Schuld, Erleichterung, ungeklärte Fragen – oder auch die völlige Abwesenheit von Gefühlen.

Sie müssen den Verlust nicht immer wieder in allen Einzelheiten durchleben. Gemeinsam schauen wir in Ihrem Tempo darauf, was Sie belastet und was Sie im Moment benötigen.

Dabei kann es darum gehen,

  • quälende Schuldgefühle und wiederkehrende Gedanken einzuordnen,

  • mit schmerzhaften Erinnerungen umzugehen, ohne von ihnen überwältigt zu werden,

  • innere und äußere Stabilität zurückzugewinnen,

  • Veränderungen in Beziehungen und bisherigen Rollen zu verstehen,

  • die Verbindung zu einem verstorbenen Menschen auf eine neue Weise zu bewahren,

  • oder nach einer Lebenskrise wieder eine eigene Richtung zu finden.

Im Mittelpunkt stehen Sie und Ihr persönliches Erleben. Je nach Anliegen können Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der systemischen Therapie, der Hypnosetherapie und der Arbeit mit inneren Anteilen den Prozess unterstützen. Es geht nicht darum, einen geliebten Menschen zu vergessen, eine schmerzhafte Erfahrung schönzureden oder mit allem „abzuschließen“. Manche Verluste werden ein Teil der eigenen Geschichte bleiben. Doch sie müssen nicht für immer die gesamte Geschichte bestimmen.

Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen

Wenn Sie einen Verlust erlebt haben oder sich in einer belastenden Lebenskrise befinden, können wir in einem kostenlosen Kennenlerngespräch gemeinsam klären, ob und wie ich Sie unterstützen kann – in meiner Praxis in Bad König oder online.

Manchmal bedeutet Weitergehen nicht, etwas zurückzulassen. Manchmal bedeutet es, dem Verlorenen einen Platz zu geben, an dem auch das eigene Leben wieder Raum haben darf.

Trauer, Verluste und belastende Lebenskrisen

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