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Natürlicher Wasserfall

ABC-Modell - Kognitive Verhaltenstherapie (HPG)
Wenn Gedanken, Grübeln und Selbstzweifel zu viel Raum einnehmen

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Manchmal reicht ein einziger Gedanke, und innerlich kippt die Stimmung.

Eine Nachricht bleibt unbeantwortet — und plötzlich beginnt das Grübeln.

Ein kritischer Satz fällt — und sofort entsteht das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Eine Aufgabe steht bevor — und im Kopf läuft schon der Film, was alles schiefgehen könnte.

Vielleicht kennen Sie solche Momente.

Sie möchten ruhig bleiben, aber innerlich wird es laut.

Sie wissen vielleicht sogar, dass Ihre Gedanken Sie belasten — und trotzdem hören sie nicht einfach auf.Ein Teil von Ihnen sagt: „Stell dich nicht so an.“ Ein anderer Teil ist verletzt, angespannt, ängstlich oder erschöpft.

Genau hier setzt die kognitive Verhaltenstherapie an.

Sie schaut darauf, wie Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten zusammenhängen. Denn oft ist nicht nur die Situation selbst belastend, sondern auch das,

was innerlich daraus entsteht:

Bewertungen, Erwartungen, alte Überzeugungen und automatische Gedanken.

Das bedeutet nicht, dass Sie „falsch denken“.

Es bedeutet, dass es innere Muster gibt, die irgendwann entstanden sind — und die heute vielleicht mehr belasten als helfen.

Wenn der Kopf nicht zur Ruhe kommt

Viele Menschen kommen in die Therapie, weil sie merken, dass sie gedanklich feststecken.

Sie grübeln lange über Gespräche nach. Sie nehmen Kritik schnell persönlich.

Sie fühlen sich verantwortlich, auch wenn sie es gar nicht sind.

Sie sagen Ja, obwohl sie Nein meinen.

Sie haben Angst, nicht zu genügen.

Oder sie funktionieren nach außen, während innerlich Druck, Zweifel oder Erschöpfung wachsen.

Der Kopf analysiert, vergleicht, bewertet und sucht nach Sicherheit.

Nur leider bringt dieses Denken nicht immer Ruhe. Manchmal macht es alles noch enger.

 

In der kognitiven Verhaltenstherapie geht es darum, solche automatischen Gedanken und Bewertungen bewusster wahrzunehmen.

Nicht, um sich selbst zu verurteilen, sondern um zu verstehen:

Was passiert da eigentlich in mir?

Das ABCDE-Modell nach Albert Ellis

Ein hilfreiches Modell in der kognitiven Verhaltenstherapie ist das

ABCDE-Modell nach Albert Ellis.

Es zeigt:

Nicht allein ein Ereignis bestimmt, wie wir uns fühlen und verhalten.

Entscheidend ist oft, wie wir dieses Ereignis innerlich bewerten.

A steht für die auslösende Situation.
B steht für die Bewertung oder den inneren Glaubenssatz.
C steht für die emotionale Reaktion, Körperreaktion und das Verhalten.
D steht für das Hinterfragen dieser Bewertung.
E steht für eine neue, hilfreichere Sichtweise.

Ein Beispiel:

Sie schreiben einer Person eine Nachricht. Es kommt keine Antwort.

Der automatische Gedanke könnte sein: „Ich bin nicht wichtig.“

Oder: „Ich habe bestimmt etwas falsch gemacht.“

Die Folge:

innere Unruhe, Traurigkeit, Rückzug, ständiges Kontrollieren des Handys oder der Drang, sofort noch eine Nachricht hinterherzuschicken.

In der Therapie schauen wir gemeinsam auf diesen inneren Ablauf:

Ist dieser Gedanke wirklich wahr?
Gibt es andere mögliche Erklärungen?
Reagieren Sie auf die aktuelle Situation — oder auch auf alte Erfahrungen?
Welche Bewertung macht die Situation so schmerzhaft?
Und welche neue, realistischere Sichtweise wäre möglich?

Dabei geht es nicht um Schönreden

oder positives Denken auf Knopfdruck.

Es geht darum, Gedanken zu prüfen, statt ihnen sofort zu glauben.

Gedanken sind nicht automatisch Tatsachen

Manche Gedanken wirken sehr überzeugend:

„Ich schaffe das nicht.“
„Ich bin nicht gut genug.“
„Andere finden mich bestimmt schwierig.“
„Ich darf keine Fehler machen.“
„Ich muss funktionieren.“
„Wenn ich Nein sage, enttäusche ich alle.“
„Ich bin schuld.“

Solche inneren Sätze können lange begleiten.

Irgendwann fühlen sie sich nicht mehr wie Gedanken an, sondern wie Wahrheit.

In der Therapie nehmen wir diese Gedanken ernst — aber nicht ungeprüft.

Gemeinsam schauen wir, woher sie kommen können, wann sie besonders stark werden und wie sie Ihr Fühlen und Verhalten beeinflussen.

Daraus können neue innere Antworten entstehen:

realistischer, hilfreicher und freundlicher

Wobei kognitive Verhaltenstherapie unterstützen kann

Kognitive Verhaltenstherapie kann hilfreich sein bei:

  • Ängsten,

  • innerer Unruhe,

  • Grübeln,

  • Gedankenkreisen,

  • Selbstwertproblemen,

  • Selbstzweifeln,

  • Stress,

  • Erschöpfung,

  • Perfektionismus,

  • Schuldgefühlen,

  • übermäßiger Verantwortung,

  • belastenden Gedankenmustern,

  • Rückzug, V

  • ermeidungsverhalten und

  • dem Gefühl, immer funktionieren zu müssen.

Besonders hilfreich kann diese Arbeit sein, wenn Sie merken:

„Ich verstehe eigentlich, dass meine Gedanken mich belasten

— aber ich komme allein nicht heraus.“

In meiner Praxis arbeite ich mit kognitiver Verhaltenstherapie

klar, alltagsnah und individuell abgestimmt.

Wir schauen gemeinsam auf konkrete Situationen aus Ihrem Leben:

Was ist passiert? Was haben Sie gedacht? Was haben Sie gefühlt?

Wie hat Ihr Körper reagiert? Was haben Sie getan oder vermieden?

Und welche Bewertung steckte dahinter?

Ziel ist nicht, Gefühle wegzudrücken.

Angst, Traurigkeit, Wut, Scham oder Unsicherheit dürfen da sein.

Entscheidend ist, ob Gedanken und Reaktionen Sie dauerhaft blockieren,

klein machen oder in alte Muster ziehen.

Je nach Anliegen verbinde ich kognitive Verhaltenstherapie mit hypnosetherapeutischen, systemischen und gesprächsorientierten Elementen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Methode, sondern Ihr Anliegen:

Was belastet Sie? Was wiederholt sich? Was möchten Sie verändern?

Was sich verändern kann

Kognitive Verhaltenstherapie kann helfen, belastende Gedanken früher zu erkennen,

sich selbst weniger hart zu bewerten und in schwierigen Situationen bewusster zu reagieren.

Ziel ist nicht, immer stark, ruhig oder perfekt zu sein. Ziel ist, sich selbst besser zu verstehen und wieder mehr Einfluss auf das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu bekommen.

Manchmal beginnt Veränderung mit einem kleinen Moment:

„Da ist wieder dieser Gedanke.“

Und genau dort entsteht die Möglichkeit, anders mit sich selbst umzugehen.

Hinweis

Kognitive Verhaltenstherapie bedeutet nicht, sich einzureden, dass alles gut ist. Es geht nicht um Verdrängen, Schönreden oder „einfach positiv denken“.

Es geht darum, automatische Gedanken, alte Überzeugungen und belastende Verhaltensmuster zu erkennen, zu prüfen und Schritt für Schritt zu verändern.

Kognitive Verhaltenstherapie ersetzt keine ärztliche, medizinische oder psychiatrische Behandlung. Bei schweren psychischen Erkrankungen, akuten Krisen oder behandlungsbedürftigen körperlichen Beschwerden ist eine ärztliche oder fachpsychiatrische Abklärung erforderlich.

In meiner Praxis setze ich kognitive Verhaltenstherapie im Rahmen meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie verantwortungsvoll und individuell abgestimmt ein.

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